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Rheine_60

ENERGETISCH SANIEREN Diese Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Firma Dalhoff 9 Bohrungen werden in regelmäßigen Abständen gesetzt um Schaum in die Hohlschicht einzubringen Thermoschaum quillt aus Lücken Thermoschaum wird als Qualitätsnachweis in Normwürfel abgefüllt. sein, sie darf also nicht mit dampfdichten Klinkern oder Anstrichen versehen sein. Bei einer nachträglichen Kerndämmung wird der etwa 4–8 cm breite Hohlraum zwischen den beiden Mauerschalen mit einem wasserabweisenden Schüttdämmstoff oder Schaum im Einblasverfahren gefüllt. Dämmung der Kellerdecke In Erdgeschosswohnungen wird häufig über „Fußkälte“ geklagt. Da die Kellerdecke oft nicht gegen den unbeheizten Keller gedämmt ist, entstehen verhältnismäßig geringe Temperaturen auf der Oberseite. Das führt zu hohen Energieverlusten und manchmal sogar zu Schimmelpilzbildung. Mit einer Dämmung auf der Unterseite der Kellerdecke ist dieses Problem leicht in den Griff zu bekommen. Bei Massivdecken werden Dämmplatten an die Kellerdecke geklebt oder gedübelt. Dabei richtet sich die Dämmstoffdicke nach der vorhandenen Raumhöhe im Keller und nach der verbleibenden Höhe für Fenster- und Türstürze. Innendämmung Bei Gebäuden mit erhaltenswertem Sichtmauerwerk oder denkmalgeschützten Fassaden soll oder darf häufig keine Dämmung von außen auf das Gebäude aufgebracht werden. Hier ist die Innendämmung oft die einzige Möglichkeit, um den Wärmeschutz der Außenwände zu verbessern. Die Dämmung wird von innen an der Außenwand aufgebracht. Somit liegt das Mauerwerk auf der kalten Seite der Dämmung. Um Feuchteschäden zu vermeiden, muss die Dämmung in der Regel durch eine Dampfsperre auf der Innenseite ergänzt werden. Diese Dichtungsebene muss sorgfältig ausgeführt werden, denn durch undichte Stellen kann feuchtwarme Raumluft in die Dämmung dringen. Die Luft kondensiert zwischen Dämmung und kalter Außenwand und Tauwasser fällt aus. Das kann zu Pilzbefall und Schäden am Mauerwerk führen. Da die Dämmung auf der Innenseite angebracht ist, schützt sie das Mauerwerk nicht. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann Frost eindringen und durch die Temperaturdifferenz zwischen Mauerwerk und Dämmung zu Rissbildungen im Mauerwerk führen. Bei Innendämmungen sind in der Regel Dämmstärken von etwa 6 cm zu empfehlen. Trotzdem wird die Energieeinsparung nicht so hoch ausfallen, wie bei einer außen angebrachten zusätzlichen Wärmedämmung. An den Stellen, an denen Decken und Innenwände eine direkte Verbindung mit der Gebäudeaußenwand aufweisen, wirken diese wie eine Wärmebrücke. Deren Wirkung kann durch den Einbau einer Innendämmung nicht vollständig verhindert werden. Innendämmungen sollten in jedem Fall nur unter Beteiligung von Fachleuten ausgeführt werden! Aufbau einer Innendämmung Verklebung mit Leichtmörtel Mineraldämmplatte Leichtmörtel als Armierungsgewebe Oberputz Fenster und Außentüren Fenster sind in den meisten Wohngebäuden die Bauteile mit dem geringsten Wärmeschutz. Viele Gebäude, die vor Anfang der 1970er Jahren gebaut wurden, sind auch heute noch mit Einfachverglasung ausgestattet. Erst danach war es üblich, die Fenster mit Isolierverglasung auszurüsten. Diese verringerte die Wärmeverluste auch durch eine höhere Dichtheit gegenüber der Einfachverglasung um mehr als 50 %. Die seit den 1990er Jahren gängige Wärmeschutzverglasung reduziert die Energieverluste demgegenüber noch einmal um die Hälfte. Äußerlich ist eine Wärmeschutzverglasung nicht von einer Isolierverglasung zu unterscheiden. Sie besteht ebenfalls aus zwei Scheiben und gleicht der Isolierverglasung in Gewicht und Abmessungen. Das Wärmeschutzglas zeichnet sich durch eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum aus. Die äußere Seite der inneren Scheibe ist mit einem Metall bedampft und kann so die Wärme reflektieren. Heute übliche Wärmeschutzverglasungen erreichen einen U-Wert von 1,3 W/m2 K. Sie sorgen durch eine wärmere innere Scheibe für mehr Behaglichkeit und Komfort. Werden Fenster saniert, schreibt die Energieeinsparverordnung einen U-Wert von 1,7 W/m2 K vor. Dieser Wert gilt aber nicht nur für das Glas, sondern für das gesamte Fenster mit Glas und Rahmen. Neben den Energieverlusten weisen die Fenster auch Einstrahlungsgewinne auf. So sind nach Süden orientierte, wärmeschutzverglaste Fenster in der Lage, während der Heizperiode etwa genau so viel Sonnenenergie „einzufangen“, wie sie an Energie nach außen verlieren.


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