Die groessten Sanierungsirrtuemer

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ENERGETISCH SANIEREN 13 Die größten Sanierungsirrtümer Was sind die größten Sanierungsirrtümer? Und warum ist es sinnvoll, einen Energieberater einzubinden? Hier finden Sie die Antworten. Einzelmaßnahmen sind weniger komplex – da brauche ich keinen Sachverständigen. Das stimmt so nicht. Denn jede Einzelmaßnahme verändert das Gesamtsystem „Haus“. Wer nur die Fenster austauscht und dabei nicht darauf achtet, dass ihre Wärmedurchlässigkeit zur Gebäudehülle passt, riskiert Schäden durch Feuchtigkeit. Ein Sachverständiger kennt diese Probleme, kann rechtzeitig darauf hinweisen und Alternativen vorschlagen. Nur erneuerbare Energieträger wie Erdwärme oder Holzpellets machen unabhängig von steigenden Energiekosten. Falsch. Wirklich unabhängig macht nur Energie, die eingespart wird – und das gelingt vor allem durch eine bessere Wärmedämmung. Hier kann ein Sachverständiger sehr genau berechnen, in welchem Umfang der Energiebedarf sinkt. Die Preise für Strom oder Brennstoffe dagegen werden immer schwanken. Auch die für Holzpellets. Die bestehen zwar aus einem nachwachsenden Rohstoff, aber auch der kann knapper und damit teurer werden. Wer richtig Energie sparen will, muss doch ein kleines Vermögen investieren. Nein, es gibt sehr viele Maßnahmen, die relativ günstig sind: zum Beispiel die Isolierung von freiliegenden Heizungsrohren, die Dämmung der obersten Geschossdecke, die richtige Einstellung der Heizung oder der Austausch von alten, ineffizienten Pumpen. Auch hier hilft ein Sachverständiger. Voraussetzung für eine Förderung durch die KfW ist, dass alle Arbeiten von einem Fachunternehmen des Bauhandwerks ausgeführt werden. Besondere Qualitätsanforderungen zur Vermeidung von Schimmelpilz und Schäden durch Feuchtigkeit sind nicht notwendig. Zwar sind Planer und Bauausführende nach Werkvertragsrecht verpflichtet, ein mängelfreies Werk abzuliefern. Dennoch stellt die KfW besondere Qualitätsanforderungen, insbesondere um Schimmel und Schäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden: 〉〉 Beim KfW-Effizienzhaus ist eine spezielle Detailplanung zum Luftdichtheitskonzept der Gebäudehülle und zum Lüftungskonzept zu erbringen. Den Einbau einer Lüftungsanlage fordern wir nicht zwingend, empfehlen ihn aber. 〉〉 Bei Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen zur Dämmung von Bauteilen ist grundsätzlich auf eine wärmebrückenminimierte Ausführung und Luftdichtheit zu achten. Ein Leitfaden (PDF, 2 MB, nicht barrierefrei – www.kfw.de) informiert Sie über die Planung zur Vermeidung und Minimierung von Wärmebrücken. 〉〉 Die anerkannten Regeln der Technik müssen ausführende Unternehmen grundsätzlich beachten. Die nachträgliche Wärmedämmung von Gebäuden führt zur Schimmelpilzbildung. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen das Gegenteil. Und Fachexperten wissen, dass das Entstehen von Schimmelpilz durch schlechte oder fehlende Dämmung und durch Wärmebrücken begünstigt wird. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung des Aachener Instituts für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik weist nach, dass stark wärmegedämmte Neu- und Altbauten weniger von Schimmelpilzbildung befallen sind. Hochwertig ausgeführte Energieeffizienzmaßnahmen leisten damit einen Beitrag zum gesunden Wohnen. Auch das Nutzerverhalten ist wichtig. Denn eine hohe Raumluftfeuchtigkeit, beispielsweise verursacht durch Kochen, Wäsche trocknen und Duschen, sowie zu geringe Raumtemperaturen (Wohnungen sollten in der Regel auf 20 ° C beheizt sein) sind weitere Ursachen für Schimmelpilzbildung. Auf eine energetische Fachplanung und Baubegleitung kann ich verzichten. Für alle energieeffizienten Neubau- und Sanierungsmaßnahmen ist die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen verpflichtend. Einen Sachverständigen einzubinden, ist grundsätzlich sinnvoll. Denn zwei Drittel aller Fälle von Schimmelpilzbildung in wärmegedämmten Gebäuden ist entweder auf Planungsfehler bei der Bewertung von Wärmebrücken oder auf Ausführungsfehler (zum Beispiel mangelhafte Abdichtungen und Baufeuchte) zurückzuführen. Die Aufgabe des Sachverständigen ist es, genau diese Schäden zu verhindern. Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung der KfW Bankengruppe


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