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BAUEN IN RHEINE So sind z. B. bei Bauvorhaben 〉〉 im Außenbereich bzw. Landschaftsschutzgebiet die Untere Landschaftsbehörde 22 beim Kreis Steinfurt 〉〉 in der Nähe von Kreisstraßen der Kreis Steinfurt und in der Nähe von Landes- und Bundesstraßen der Landesbetrieb Straßenbau 〉〉 zur Errichtung von gewerblichen Vorhaben die Bezirksregierung Münster bzw. der Kreis Steinfurt als für den Arbeits- bzw. Umweltschutz zuständige Behörden, 〉〉 an Denkmalen bzw. in der Nähe von Denkmalen die Untere Denkmalbehörde bei der Stadt Rheine und das Amt für Denkmalpflege in Westfalen in Münster, 〉〉 in der Nähe von Gewässern die Untere Wasserbehörde beim Kreis Steinfurt zu beteiligen. Die Stellungnahmen sind von den zuständigen Bezirkssachbearbeitern bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde auszuwerten. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stellungnahmen der Fachbehörden nicht im Widerspruch zueinander stehen. Wenn alle Stellungnahmen vorliegen und keine Bedenken geäußert werden, wird die Baugenehmigung erteilt. Die Baugenehmigung bedarf grundsätzlich der Schriftform. Sie ist immer grundstücksbezogen und gilt auch für den Rechtsnachfolger des Bauherrn. Sie wird unbeschadet der Rechte Dritter erteilt. Der positive Vorbescheid gilt zwei Jahre, die Geltungsdauer der Baugenehmigung beträgt drei Jahre. Innerhalb dieser Frist ist beim positiven Vorbescheid der Bauantrag einzureichen oder bei der Baugenehmigung mit den Bauarbeiten zu beginnen. Die Bauarbeiten dürfen nicht länger als ein Jahr unterbrochen werden. Die Geltungsdauer kann auch rückwirkend bis zu einem Jahr verlängert werden. Teilbaugenehmigung nach § 75 BauO NRW Gemäß § 75 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen darf vor der Zustellung der Baugenehmigung nicht mit den Bauarbeiten begonnen werden. Es ist möglich, für bestimmte Teile eine sogenannte „Teilbaugenehmigung“ zu erhalten. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass der komplette Bauantrag vorliegt und abzusehen ist, dass dem Vorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen. Das Verfahren ist im Einzelfall mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde abzustimmen. Genehmigungsbedürftige Bauvorhaben Beteiligung der Angrenzer Eine generelle Beteiligung der Angrenzer ist im Gegensatz zu anderen Bundesländern in der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen nicht vorgeschrieben. Soll jedoch im Einzelfall von Vorschriften abgewichen werden, durch die nachbarliche Belange berührt sein könnten, wird die Untere Bauaufsichtsbehörde eine Angrenzerbeteiligung durchführen. Sofern der Angrenzer durch Unterschrift in den Bauvorlagen den Abweichungen bereits zugestimmt hat, kann die Bearbeitungszeit verkürzt werden.


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