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BAUEN IN RHEINE 23 Baugenehmigungsgebühren Die Gebühren für den Vorbescheid, die Baugenehmigung, die Bauüberwachung und die Bauzustandsbesichtigung sind in der allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung für das Land Nordrhein-Westfalen festgesetzt. Die Gebühren richten sich nach der Höhe der Rohbaukosten, die landeseinheitlich unabhängig von der Angabe des Bauherrn festgelegt sind. Auch die Ablehnung oder Zurücknahme eines Bauantrages ebenso wie die Verlängerung von Baugenehmigungen ist gebührenpflichtig. Anzeige für den Baubeginn Spätestens eine Woche vor Baubeginn muss der Bauaufsichtsbehörde der Beginn der Bauarbeiten angezeigt werden. Der Name des Bauleiters sowie die mit den stichprobenhaften Kontrollen während der Bauausführung beauftragten staatlich anerkannten Sachverständigen sind der Bauaufsichtsbehörde mitzuteilen. Die Grundrissfläche des genehmigten Baukörpers sowie dessen Höhenlage muss abgesteckt werden. Die genehmigten Bauvorlagen mit der Baugenehmigung sind auf der Baustelle während der Bauzeit vorzuhalten. Der Standsicherheitsnachweis sowie bautechnische Nachweise müssen entsprechend den Erfordernissen bei der Bauaufsicht eingereicht werden. Bauüberwachung Mit der Baugenehmigung erhält der Bauherr ein Baustellenschild, das während der Bauphase gut sichtbar an der Baustelle angebracht werden muss. Die Bauaufsicht überprüft stichprobenartig, ob das Bauvorhaben entsprechend der Baugenehmigung ausgeführt wird. Abweichende Bauausführungen müssen durch einen Nachtrag genehmigt werden, da sonst die Bauarbeiten eingestellt werden müssen. Rohbau- und Fertigstellungsanzeigen Die Bauordnung verlangt, dass bestimmte Arbeiten oder Bauabschnitte angezeigt werden, in der Regel die Fertigstellung des Rohbaus und die abschließende Fertigstellung (eine Woche im Voraus). Mit der Anzeige der abschließenden Fertigstellung müssen bei Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Überwachungsberichte der staatlich anerkannten Sachverständigen für Schall- und Wärmeschutz, Standsicherheit und Brandschutz eingereicht werden. Verschiedenes Gebäudeeinmessung Die Errichtung von Gebäuden und Veränderung der überbauten Flächen sind einmessungspflichtig. Teilungsgenehmigung (§§ 19 – 21 BauGB, § 8 BauO NRW) Beabsichtigt ein Grundstückseigentümer, sein Grundstück zu teilen, bedarf es in bauplanungsrechtlicher Hinsicht entweder einer Teilungsgenehmigung oder der Ausstellung eines Zeugnisses der Gemeinde, dass eine Genehmigung nicht erforderlich ist oder als erteilt gilt. Darüber hinaus ist in bauordnungsrechtlicher Hinsicht zur Wirksamkeit einer Teilung bei bebauten Grundstücken entweder eine Teilungsgenehmigung oder bei unbebauten Grundstücken die Ausstellung eines Zeugnisses durch die Bauaufsichtsbehörde erforderlich. Danach kann die Vermessung der neuen Grundstücksgrenzen durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder das Katasteramt in Steinfurt erfolgen. Hausaktenarchiv Im Archiv der Bauaufsichtsbehörde werden sämtliche Genehmigungsakten auf unbegrenzte Zeit archiviert. Sollten Sie nicht oder nicht mehr im Besitz dieser Dokumente sein, können Sie gegen Gebühr die Akten einsehen und Kopien fertigen lassen. Allen, die eine Immobilie erwerben wollen, wird empfohlen, sich einen Überblick über die genehmigte baurechtliche Situation möglichst durch Einsichtnahme der Unterlagen beim Grundstückseigentümer zu verschaffen. Für die gebührenpflichtige Akteneinsicht in die das Grundstück betreffende Hausakte beim Bauaufsichtsamt benötigen Sie eine schriftliche Vollmacht des Eigentümers. Ordnungswidrigkeiten / Ordnungsverfügungen Leider kommt es immer wieder zu Verstößen gegen die Bauordnung NRW. Je nach Schwere der Ordnungswidrigkeit kann ein Bußgeld bis


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