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BAUEN IN RHEINE zu 250.000 Euro verhängt werden. Durch die Zahlung eines Bußgeldes wird aber keine Aussage über die Genehmigungsfähigkeit der nicht genehmigten 24 Bauausführungen getroffen! Sollte die nachträgliche Prüfung ergeben, dass keine Genehmigung erteilt werden kann, so kann der Rückbau oder sogar die vollständige Beseitigung der baulichen Anlagen gefordert werden. Dies kann zum Beispiel dann passieren, wenn nachbarschützende Vorschriften verletzt werden. Oft werden Beschwerden von Nachbarn an die Bauaufsichtsbehörde herangetragen. Häufig geht es jedoch um Streitigkeiten, die privatrechtlich unter den Beteiligten zu regeln sind. Sind Beschwerden ungerechtfertigt, muss der Beschwerdeführer damit rechnen, dass Gebühren zu seinen Lasten erhoben werden. Wird die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch Mängel an baulichen Anlagen gefährdet, so wird die Bauaufsicht diese in Form einer Ordnungsverfügung beseitigen lassen. Denkmalschutz und Denkmalpflege Das Land Nordrhein-Westfalen hat 1980 ein Denkmalschutzgesetz als gesetzliche Grundlage für den Denkmalschutz und die -pflege erhalten, das der Stadt Rheine in ihrer Eigenschaft als „Untere Denkmalbehörde“ die besondere Verantwortung überträgt, Denkmäler getrennt nach Baudenkmälern, ortsfesten Bodendenkmälern, beweglichen Denkmälern und auch Denkmalbereiche zu erfassen und im Benehmen mit dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) in Münster in die Denkmalliste einzutragen. Die „Untere Denkmalbehörde“ der Stadt Rheine ist organisatorisch der „Unteren Bauaufsichtsbehörde“ zugeordnet. Eintragungsvoraussetzung ist, dass für eine Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse wegen der Bedeutung für die Geschichte der Menschen für Städte und Siedlungen, für Arbeits- und Produktionsstätten sowie auch künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche und städtebauliche Gründe hierzu bestehen. Nach diesen Begriffsbestimmungen hat die Stadt Rheine bisher 2 Denkmalbereiche (Genossenschaftssiedlung Brukterer Straße, Werkssiedlung Weißenburg), 23 Bodendenkmäler, 178 Baudenkmäler und 4 bewegliche Denkmäler in die Denkmalliste eingetragen. ln den Denkmalbereichen und an Boden- und bedarf der Erlaubnis der Denkmalbehörde, wer a) Baudenkmäler, Bodendenkmäler oder bauliche Anlagen in Denkmalbereichen beseitigen, verändern, an einen anderen Ort verbringen oder die bisherige Nutzung ändern will b) bauliche Anlagen ändern oder errichten will, wenn hierdurch das Erscheinungsbild des Baudenkmals, Bodendenkmals bzw. des Denkmalbereichs beeinträchtigt wird. Die Durchführung von Maßnahmen ohne die erforderliche Erlaubnis ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 250.000 Euro, bei der Beseitigung eines Baudenkmals bis zu 500.000 Euro geahndet werden kann. Die Unterhaltung von Baudenkmälern oder Anlagen, die das Erscheinungsbild in Denkmalbereichen prägen, erfordern beachtliche finanzielle Aufwendungen, die durch steuerliche Vergünstigungen bzw. durch die Gewährung zinsgünstiger Darlehen gemindert werden können. Aufwendungen zur Erhaltung oder sinnvollen Nutzung des Bauenkmals bzw. die zur Erhaltung des geschützten Erscheinungsbildes in Denkmalbereichen erforderlich sind, können steuerbegünstigt abgesetzt werden. Voraussetzung hierzu ist, dass die Maßnahme mit der Denkmalbehörde abgestimmt ist und der Denkmalbehörde ein Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung nach § 40 DSchG (Denkmalschutzgesetz) vorgelegt wird. Bei der Sanierung oder Instandsetzung historischer Bausubstanz sind hohe Anforderungen an die Architekten und Handwerksfirmen zu stellen, um eine fachgerechte Durchführung und die Erhaltung des Denkmalwertes zu gewährleisten. Untere Bauaufsicht – Stadtverwaltung Rheine Klosterstraße 14, 48431 Rheine Tel. 05971/939-431, Fax 05971/939-400 E-Mail: bauaufsicht@rheine.de 〉〉 Bauanträge, Bauvoranfragen, Bauberatung, Bauüberwachung, Abgeschlossenheitsbescheinigungen, Hausaktenarchiv, Teilungen Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 12.00 Uhr, Mo. – Do. 15.00 – 17.00 Uhr Untere Denkmalbehörde – Stadtverwaltung Rheine Klosterstraße 14, 48431 Rheine Tel. 05971/939-437/-463, Fax 05971/939-400 E-Mail: ulrich.gruener@rheine.de oder claudia.kurzinsky@rheine.de 〉〉 Erlaubnisse, Bewilligungen nach Denkmalschutzrecht Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 12.00 Uhr, Mo. – Do. 15.00 – 17.00 Uhr


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